Über Florian Köppe

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Infrastruktur- Eine Definition

Infrastruktur

Planbare Renditen mit Wertsteigerungspotenzial

Grundsätzlich wird zwischen wirtschaftlicher und sozialer Infrastruktur unterschieden

Die wichtigsten Bereiche der wirtschaftlichen Infrastruktur sind Verkehr, Versorger sowie Telekommunikation. Zur Verkehrsinfrastruktur zählen Mautstraßen, Eisenbahnnetze, Brücken und Tunnel sowie Flughäfen und Häfen, zum Versorgungsbereich vor allem Strom, Gas, Wasser und Abwasser. Hinzu kommt die soziale Infrastruktur, die zum Beispiel Schulen, Krankenhäuser, Pflegeheime und kulturelle Einrichtungen umfasst. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Infrastrukturbereiche deutlich in ihren Eigenschaften und Einflussfaktoren. So wird die Entwicklung von Flughäfen stärker vom allgemeinem Wirtschaftswachstum bestimmt, während bei der sozialen Infrastruktur vor allem die Bevölkerungszahl und -struktur eine besondere Rolle spielen

Nach der Gliederung in wirtschaftliche und soziale Infrastruktur werden diese in sogenannte "Greenfield" und "Brownfield" - Investments eingeteilt.

Greenfield-Investments

Greenfield-Investments oder "Wachstumsinfrastruktur" sind neue Infrastrukturprojekte, die entwickelt, finanziert, gebaut und betrieben werden müssen. Entweder betreibt der Investor das Infrastrukturprojekt anschließend selber oder er veräußert es.

Brownfield-Investment

Brownfield-Investments sind bestehende, häufig sanierungsbedürftige Einrichtungen; bisweilen ist auch von " reifer Infrastruktur " die Rede.

Üblicherweise sind Brownfield-Anlagen mit niedrigen Risiko-Rendite-Profilen verbunden, während Greenfield-Anlagen gewöhnlich höhere Risiko-Rendite-Profile aufweisen und Ertragspotenzial in den Folgejahren aufweisen.

Bedarf an Infrastruktur

Der Bedarf an Infrastrukturinvestitionen wächst kontinuierlich und kann von staatlicher Seite kaum mehr finanziert werden. In vielen Entwicklungsländern ist selbst Basisinfrastruktur fehlerhaft, ungenügend oder schlicht nicht existent. Mehr als 1 Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität. Mehr als 800 Mio. Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mehr als 1 Mrd. Menschen wohnen weiter als 2 km von einem Straßenzugang entfernt. Private Investitionen in Infrastruktur von Schwellenländern sind stand heute erforderlich. Regierungen können die Defizite in der Infrastrukturversorgung nicht mit den Steuereinnahmen finanzieren - die Einbeziehung privaten Kapitals ist hier erforderlich. Der Bedarf an Investitionen in Schwellenländern beläuft sich nach Schätzungen der IFC (Weltbank) für die nächsten 10 Jahre auf mehr als 2 Billionen USD pro Jahr, doppelt so viel wie heute investiert wird.

Laut Schätzungen der OECD wird der weltweit kumulierte Infrastrukturbedarf bis 2030 auf über 65 Billionen USD ansteigen

Infrastrukturinvestments sind für Wachstum und Wohlstand einer Gesellschaft essentiell. Von Verbesserungen in den Energienetzen, Wasserversorgung, Straßen und Häfen profitieren die privaten Haushalte wie auch die Wirtschaft, Städte werden lebenswerter und diese Maßnahmen binden arme und unterentwickelte Länder an die Weltwirtschaft an.

Börsenunabhängige Investitionsstrategien

Niedrige Kursschwankungen und eine geringe Wechselbeziehung zu den Aktienmärkten sind für Institutionelle Investoren ein Grund für Investitionen in Infrastrukturinvestments

Chancen auch für Privatanleger

Durch nachhaltige und berechenbare Ausschüttungen mit Wertsteigerungspotenzial

Der Grundversorgungscharakter und die Langlebigkeit von Infrastrukturanlagen führen gemeinsam mit der starken Wettbewerbsposition zu einer beständigen und kalkulierbaren Verbrauchernachfrage. Daraus folgt, dass Cash Flows aus Infrastrukturanlagen verlässlicher vorhergesagt werden können als bei den meisten anderen Anlageklassen. Die Beständigkeit der Cash Flows kann im Portfolio des Anlegers zu einer Reduzierung der Gesamtvolatilität beitragen.

Neben den laufenden Ausschüttungen partizipiert der Anleger auch am Wertzuwachs der Infrastrukturunternehmen. Diese erzielen Wertsteigerungen insbesondere durch Erhöhung der Kundenzahlen, durch eine Optimierung der Geschäftsabläufe und der Finanzierungskonditionen sowie durch Preiserhöhungen im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben und etwaigen Konzessionen.

EU Bankreform: leider wieder nichts geworden

Bankenreformen in der EU.  

​-​Schon wieder werden Teile nicht umgesetzt!

Ein Teil der Pläne sah vor, dass große Banken den spekulativen Handel mit Wertpapieren und ihre Investment-Tätigkeiten vom traditionellen Kundengeschäft abspalten müssen, damit die Sparer im Falle einer Insolvenz nicht zur Kasse gebeten werden können.

Was zur Sicherung der Spareinlagen und zum Schutz der Sparer führen sollte, wurde jetzt ganz einfach fallen gelassen.

Laut EU - Kommission kommt es hier zu keiner Einigung, da das hauptsächliche Ziel des Vorschlags – die Stärkung der Finanzstabilität – zwischenzeitlich von anderen regulatorischen Maßnahmen im Bankensektor erreicht wurde, so eine Sprecherin.  Die Handelsaktivitäten der Großbanken sind heute kleiner, als sie vor der Krise waren.“

Ich weiß ja nicht auf welcher Basis die EU-Kommission zu dieser Ansicht kommt.

Eines ist sicher: das Volumen der Derivate und der Schulden im globalen Finanzsystem haben sich seit der Finanzkrise deutlich erhöht. Auch durch die globale Vernetzung der Großbanken untereinander und die daraus resultierenden Aktivitäten, haben die Risiken deutlich erhöht.

Zudem hat sich beispielsweise durch die Interventionen der italienischen Regierung bei Krisenbanken wie Monte Paschi gezeigt, dass auf EU-Ebene beschlossene Gesetze zur Bankenabwicklung (im konkreten Fall das sogenannte Bail-in) von einzelnen Mitgliedsstaaten umgangen werden können, ohne dass Konsequenzen zu befürchten sind.

Erinnern wir uns:

Bevor der italienische Staat einsprang, war der Kapitalbedarf von Monte die Paschi von der Europäischen Zentralbank (EZB) auf 8,8 Milliarden Euro geschätzt worden. Das römische Parlament hatte zu diesem Zweck eigens ein Regierungspaket zur Rettung angeschlagener Banken mit Staatsgeldern verabschiedet. Von diesem flossen 4,5 Milliarden Euro an das krisengeschüttelte Geldinstitut aus Siena. Der Rest des Fehlbetrags kam aus einem Aktienumtausch. Die EU-Kommission hatte über viele Monate hinweg auf eine Lösung gedrängt. Schließlich genehmigte dann die italienische Regierung die Rettung der Bank durch den Staat mittels einer sogenannten vorsorglichen Kapitalisierung.

Die Intervention der Regierung in Rom stand im klaren Widerspruch zu den in der EU geltenden Bail-in-Regeln, wonach eine Bank erst dann mit Steuergeldern gestützt werden darf, wenn zuvor die Forderungen von Aktionären und Gläubigern (Anleihebesitzer und Bankkunden) beschnitten wurden.

Für mich stellt sich deshalb die Frage, inwieweit sich die von der Kommission beschriebene Sicherung der Finanzstabilität in Europa auf Grundlage des derzeit gültigen Regelwerks gewährleisten lässt.

Solche Aktionen zeigen ganz deutlich, von einer Bankenregulierung und einer Finanzstabilität ist die EU weit entfernt. Ganz im Gegenteil, die Zeichen für eine erneute Finanz-und Bankenkrise mehren sich deutlich.

Sparer und Anleger sollten auf der Hut sein, denn bei der nächsten Bankenkrise könnte ihr gesamtes Vermögen verloren gehen.

Ihr

Uwe Hammerschmidt

Investitionen in Orangen

Investitionen in Orangen

​Sachwerte mit Geschmack

Hierzu erwerben Sie ein Grundstück, welches Ihnen gehört. Durch einen Bewirtschaftungsvertrag mit einem deutschen Unternehmen werden auf Ihrem Grundstück Orangenbäume gepflanzt.

Sie genießen nicht nur Wertsteigerungspotenzial mit Ihrem Grundstück, sondern erhalten durch die Orangenernte jedes Jahr eine stattliche Rendite.

Der Markt:

Trotz idealer Pflanzungsbedingungen muss Paraguay den enormen Bedarf an Zitrusfrüchten seit jeher durch Importe abdecken. Während eine ungenügende, überteuerte Kreditwirtschaft, begrenzt verfügbares Anlagekapital und traditionell investitionsscheue Einheimische die nationale Produktion nur sehr langsam steigern lassen, wächst die Nachfrage nach Orangen ungebremst. Jedes Jahr werden bis zu 85 % des Gesamtbedarfs importiert. Dabei verteuern Transport und Einfuhrzölle den Preis importierter Früchte um mehr als das Doppelte.

Melden Sie sich gerne bei uns für weitere Informationen.

Zudem können wir Ihnen auch einen zuverlässigen Partner in diesem Bereich empfehlen.

Mein Haus, mein Garten, mein Weinberg

Mein Haus, mein Garten, mein Weinberg (auf Mallorca)

Hier möchte ich Ihnen drei mögliche Investitionen in Wein vorstellen:

Sie haben eine Finca auf Mallorca oder schon immer von einem eigenen Weinberg geträumt? Oder suchen Sie ein alternatives Investment? Dann verbinden Sie doch das Nützliche mit dem Angenehmen und werden Sie zum Weinbergbesitzer!

Für Finca Besitzer

Finca-Besitzer werden es kennen: Ein gepflegter Garten in südlichen Breiten ist ein kostenintensives Vergnügen. Daher bleiben große Flächen des Finca-Landes oft ungenutzt. Kombinieren Sie doch einfach Ihren Garten mit einer professionellen Weinpflanzung oder erweitern Sie ihn auf bisher brachliegende Flächen. Hierdurch senken Sie die Kosten für den konventionellen Gartenbau, genießen den Ausblick auf gepflegtes Land und generieren gleichzeitig eine sichere Wertanlage.

Bereits ab einer Anbaufläche von 1.000 m² können Sie Ihren Weinberg bepflanzen und bewirtschaften lassen.

Die Vorteile sind vielfältig. Einerseits werten Sie durch den Weinberg Ihre Immobilie auf, andererseits erfahren Sie einen Prestige-Gewinn durch den eigenen Wein. Von den eingesparten Gärtnerkosten und einem herrlichen Blick auf den eigenen Wein einmal ganz zu schweigen.

Ohne Finca

Auch ohne Finca können Sie zum Weinbergbesitzer werden. Kaufen Sie sich ein Stück Land mit mindestens 1000 m² Anbaufläche und lassen Sie es gewinnbringend bewirtschaften. Somit entsteht ein Agrar-Invest mit Prestige und Geschmack.

Eine solche Investition ist auf mehrfache Art lohnend: Sie verwurzeln Ihr Kapital in einem realen Sachwert und erhöhen durch den Weinanbau den Wert Ihres Grundstücks. Gleichzeitig erzielen Sie durch den Verkauf der Weine eine großzügige Rendite. Nicht zuletzt erhalten Sie eine wertvolle, emotionale Rendite und einen direkten Bezug zum investierten Kapital.

Als reiner Anleger

Ihnen ist es lieber in einer Investorengemeinschaft Wein anzubauen? – Kein Problem. Auch hier gibt es eine Lösung für eine alternative Geldanlage.

Über eine deutsche KG erwerben Sie einfach und unkompliziert einen Anteil an einem Weinberg. Sie investieren also in eine deutsche Firma, sodass deutsches Recht zur Anwendung kommt. Innerhalb der KG erhalten Sie das volle Recht der Mitbestimmung. Ihre Investition können Sie in Deutschland steuerlich geltend machen.

Ein Anteil kostet einmalig 25.000 € und beinhaltet die Anpflanzung von 500 Weinreben.

Der Clou, bis zum ersten vollen Ertrag wird Ihre Einlage mit 4 % pro Jahr verzinst und Ihnen halbjährlich gutgeschrieben.

Eukalyptus so weit das Auge reicht

​Eukalyptus so weit das Auge reicht!

Agrar - Investition in in Paraguay

​Hierzu werden Sie Eigentümer eines Grundstücks.

Durch einen Bewirtschaftungsvertrag mit einem deutschen Unternehmen erhalten Sie jährlich eine stattliche Rendite.

Eukalypten, auch „Blaugummibäume“ genannt, sind eine artenreiche Gattung der Myrtengewächse. Die immergrünen Bäume sind ursprünglich in Australien und Indonesien heimisch. Sie sind schnellwachsend und erreichen eine Höhe von bis zu 50 Metern und mehr.
Die Rinde des Eukalyptus grandis ist mehlig und meist hell- oder blaugrau gefärbt. Sie wird jedes Jahr neu angesetzt und teilweise abgeworfen, durch Witterungseinflüsse erhält sie ihr charakteristisches alterndes Aussehen. Die dunkelgrünen, glänzenden Blätter sind ei- bis sichelförmig und auf der Unterseite heller. Der Eukalyptus bildet weiße, vielblütige, doldige Blütenstände mit einer großen Anzahl Staubblättern. Aus diesen entwickeln sich zapfenartige Fruchtstände mit holzigen, trockenen Kapselfrüchten.
Das Holz zeichnet sich durch gute Wuchseigenschaften, Widerstandsfähigkeit und Dauerhaftigkeit aus, es ist rötlich gefärbt mit geradliniger Faserung. Eukalypten bilden sehr gerade Stämme und ihr Holz ist von guter Qualität. Eukalyptus-Holz ist sehr vielseitig verwendbar und für starke Beanspruchung geeignet, es wird vorrangig in der Tischlerei, für Fußböden, zur Herstellung von Sperrholz und im Bootsbau verwendet. Es wird ebenfalls zur Papierherstellung genutzt.
Die Blätter und Zweige des Eukalyptus können zur Gewinnung ätherischer Öle verwendet werden.

Das Grundstück für das Mischwald-Aufforstung Projekt hat eine Gesamtfläche von 221 Hektar. Auf 70 Hektar wird der vorhandene Naturwald durch die Anpflanzung einheimischer Baumarten (Nativas) wiederhergestellt und in Zukunft nachhaltig genutzt.

Auf dem gesamten Grundstück findet eine ökologische und nachhaltige Bewirtschaftung statt. Es wird auf den Einsatz von Herbiziden verzichtet und stattdessen werden teilweise Bohnen als Zwischensaat zwischen den Eukalyptus-Bäumen angepflanzt. Dies schränkt das Wachstum von Gras und anderen Pflanzen ein und liefert zusätzliche Erträge.

Seit 2012 werden etwa 100 Rinder der angepassten traditionellen Rasse auf dem Grundstück gehalten. Diese finden in den Eukalyptusanpflanzungen und auf den aufgeforsteten Mischwaldflächen hervorragende Bedingungen. Durch die Aussaat von Gräser-Mischungen wird ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Futter angeboten.

Die Mischwald-Aufforstung leistet zudem einen wichtigen Beitrag für die Menschen vor Ort: Es werden Arbeitsplätze geschaffen und soziale Projekte unterstützt.

Melden Sie sich gerne bei uns für weitere Informationen.

Zudem können wir Ihnen auch einen zuverlässigen Partner in diesem Bereich empfehlen

Unser krankes Finanzsystem

​Unser krankes Finanzsystem.  

​-​​Denn sie wissen nicht was sie tun

Als Konsequenz aus der Schuldenkrise haben die Euro-Staaten einen dauerhaften Krisenmechanismus in Kraft gesetzt. Der neue Rettungsschirm ESM löst den Vorgänger EFSF* ab.

ESM steht als Abkürzung für „europäischer Stabilitätsmechanismus“. Er dient dem Ziel, Staaten der Eurozone zu unterstützen, die mit großen Finanzproblemen zu kämpfen haben. Das soll auch die Eurozone als Ganzes stabilisieren.

Der ESM sieht sechs Stabilitätshilfen vor:

kann er direkte Kredithilfen für die jeweiligen Länder gewähren.

kann er Ländern vorsorglich eine Kreditlinie einräumen, um diese dahingehend zu unterstützen, Gelder innerhalb des vereinbarten Rahmens abrufen zu können.

kann der ESM Kredite gewähren, die nicht die Staatsfinanzen stabilisieren, sondern den Banken des jeweiligen Landes zugutekommen sollen. In diesen Fällen bekommt der jeweilige Staat ein ESM-Darlehen, um seinerseits den Geldhäusern Kapitalhilfen gewähren zu können.

kann er Banken direkte Kredithilfe gewähren, als letzten Ausweg, wenn die vorherigen ESM-Hilfen nicht greifen konnten.

darf der ESM selbst Staatsanleihen aus dem Primärmarkt (neu ausgegeben) ankaufen, um damit die Nachfrage zu erhöhen.

darf der ESM selbst Staatsanleihen aus dem Sekundärmarkt (bereits ausgegeben) aufkaufen.

Das Stammkapital des ESM beläuft sich auf 700 Milliarden Euro, wovon 190 Milliarden Euro aus Deutschland kommen. Bisher sind bereits 272,5 Milliarden Dollar an Krediten an Irland, Griechenland, Portugal, Zypern und Spanien ausgestellt worden.

Wichtig für private Anleger:

Sollten private Anleger Staatsanleihen eines Mitgliedslandes besitzen, werden bei drohender Insolvenz des Mitgliedstaates auch die privaten Anleger zur Sanierung herangezogen. Der private Anleger würde in diesem Fall massiv Geld verlieren.

Es heißt zwar solch ein Fall wäre sehr unwahrscheinlich, doch bei der immensen Verschuldung unserer Staaten wird ein solcher Fall immer wahrscheinlicher.

Jetzt will der ESM selbst eine Anleihe auf den Markt bringen und zwar auf Dollar Basis. Indem der ESM nun selbst Dollar-Anleihen verkauft, verschuldet er sich selbst und unterliegt dazu noch dem Währungsrisiko, falls der Dollar in den kommenden Jahren zum Euro an Wert gewinnt.

Wie krank ist das denn?

Bei solchen und auch anderen Konstrukten muss unser Finanzsystem ja zusammenbrechen.

Ich kann nur jedem raten: raus aus Geldwerten und rein in Sachwerte, auf die die Staaten keinen Zugriff haben

Ihr Experte für Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt

​* EFES = europäische Finanzstabilisierungsfazilität

Staatsfonds rücken in den Fokus der Öffentlichkeit

​​​Es braut sich was zusammen.  

​-​Staatsfonds rücken in den Fokus der Öffentlichkeit

Gerade meldete der Staatfonds Norwegen, dass sein verwaltetes Vermögen erstmals die Ein-Billionen-Dollar-Grenze überschritten hat. Er ist der weltweit größte Staatsfonds.

Seit den 90er Jahren legt der Staatsfonds einen Teil von Norwegens Öl-Einnahmen für künftige Generationen an. Weltweit ist er an mehr als 9.000 Firmen beteiligt und hält rund 1,3 Prozent der Anlagesumme an den weltweiten Börsenmärkten. In Europa sind es sogar 2,3 Prozent.

Was sind eigentlich Staatsfonds?

Staatsfonds können  als  staatliche  Finanzvehikel  charakterisiert  werden, die Einnahmen aus Rohstoffverkäufen, Exportüberschüssen und/oder Devisenreserven auf den internationalen Finanzmärkten, d. h. vor allem im Ausland, investieren. Dabei wird  das  in  einem  Staatsfonds  verwaltete  Vermögen  getrennt  von  den  offiziellen  Währungsreserven der Zentralbanken und/oder des Staatshaushalts verwaltet.

Besonders hervorgetan haben sich Staatsfonds in der Finanzkrise. Staatsfonds  verfügen  über  ausreichend  Kapital  und  haben  es  mit  ihren  Investitionen  in  einzelne  amerikanische  und europäische  Finanzinstitute  überhaupt  erst  ermöglicht,  dass  diese  weiter  existieren  konnten.

Beste Beispiele sind hier die amerikanische Citigroup, in die die Abu Dhabi Investment Authority 7,5 Mrd. USD im Jahr 2007 einbrachte. Oder die Schweizer Großbank UBS, hier investierte The Government of Singapore Investment Corporation im gleichen Jahr 7,8 Mrd. USD.

Damit  stabilisierten  Staatsfonds,  während  der  am  Finanzmarkt  herrschenden  Turbulenzen,  einzelne  Unternehmen  und,  wegen  deren  systemischer Bedeutung, auch die Gesamtwirtschaft.

Den wenigsten dürfte allerdings bekannt sein, dass auch Deutschland mittlerweile einen Staatsfond hat.

Offiziell heißt das Vehikel „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ und soll die Kosten für den Abriss alter Reaktoren und die Unterbringung des Atommülls finanzieren. 24 Milliarden Euro haben die großen Energieversorger bereits investiert.

Die Gelder des Deutschlandfonds, auch „Atomfonds“ genannt,  sollen nach gewissen nachhaltigen Kriterien gemanagt werden, wie das beim norwegischen Staatsfonds der Fall ist. Die Norweger legen das Geld nach einem Best-of-Class-Ansatz an. Dabei werden in jeder Branche das oder die Unternehmen herausgefiltert, die im Hinblick auf nachhaltiges Wirtschaften führend sind.

Deutsche Unternehmen erwirtschaften ein massives Handelsplus, und es gibt damit immense Überschüsse bei den deutschen Ersparnissen. Ein Teil davon könnte in einen Staatsfonds fließen und damit deutlich rentabler angelegt werden, als das bislang der Fall ist. Gerade wenn es darum geht, das Problem der Altersarmut zu bekämpfen, könnte ein solches Vehikel durchaus hilfreich sein.

Wir werden das Thema weiter verfolgen und Sie auf dem Laufendem halten.

Ihr Experte für Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt

Was dem Wähler im Wahlkampf verschwiegen wurde

​​Eurokrise, Geldpolitik und Zerfall der EU.  

​-Was dem Wähler im Wahlkampf verschwiegen wurde

Die Bundestagswahl ist vorbei. Die deutsche Nation hat ein Beben erlebt. Das Regieren wird für Kanzlerin Angela Merkel zur Herausforderung werden, nicht nur durch den Einzug der AfD ins Parlament.

Es wird die nächsten vier Jahre sehr unangenehm. Die Parteien haben die anstehende Krise vollkommen ausgeblendet. Und ich rede hier nicht von der Flüchtlingskrise. Diese wurde zwar im Wahlkampf thematisiert, spielt aber meiner Meinung nach nur eine untergeordnete Rolle.

Es geht um die nächste Finanz- und Wirtschaftskrise. Mario Draghi hat den Regierungen zwar Zeit gekauft – aber diese haben die Zeit nicht genutzt. Die Geldpolitik der EZB wird in den kommenden Jahren Schockwellen nicht nur durch Europa, sondern insbesondere durch Deutschland, schicken.

Also was tun?

Die Geldpolitik der EZB fortsetzen? Dadurch werden zahlreiche Banken rote Zahlen schreiben. Schon heute funktionieren die Geschäftsmodelle der Banken und Sparkassen nicht mehr. Experten rechnen damit, dass Anfang der 2020er Jahre fast alle Banken in Europa hohe Verluste einfahren werden. Verschärft wird die Lage durch die faulen Kredite, die sich trotz der niedrigen Zinsen in vielen Ländern aufgetürmt haben – sowohl bei Privatpersonen also auch bei Unternehmen.

Bei diesem Szenario ist das Ergebnis eindeutig: In Deutschland droht eine beispiellose Altersarmut, weil private Vorsorge und Betriebsrenten mit dem Nullzinsniveau nicht operieren können.

Soll daher jetzt bei der EZB die Zinswende eingeleitet werden? Auch das geht nicht. Beim Anstieg der Zinsen würden Unternehmen in die Pleite gerissen, die nur durch die billige Zinspolitik der EZB am Leben gehalten wurden. Also Unternehmen ohne Innovation und Produktivitätssteigerung, die ohne diese Maßnahmen schon lägst vom Markt verschwunden wären.

Bei solche einem Szenario hätten wir folgendes Ergebnis: Massenentlassungen, wie sie Deutschland noch nie gesehen hat. Armut durch Hartz IV.

Ähnlich wird es den Staatshaushalten gehen. Durch Nullzinsen und Anleihe-Aufkäufe in astronomischen Höhen ist die Explosion noch nicht erfolgt. Ohne diese Maßnahmen wären einige europäische Staaten schon pleite.

Daher können Regierungen und die EZB die Geldpolitik nicht ändern.

Natürlich ist vielen Euro- und EU-Politikern klar, dass es nach der Bundestagswahl tiefgreifende Reformen geben muss. Es ist bemerkenswert, dass es den deutschen Parteien gelungen ist, dieses Thema vor der Bundestagswahl komplett auszusparen. Wenn dem deutschen Bürger reinen Wein eingeschenkt worden wäre – was sich keiner traut – wäre die Bundestagswahl noch verheerender ausgefallen, denke ich.

Wegen der Zinsentwicklung kommt das böse Erwachen jetzt nach der Wahl – also in der nächsten Legislaturperiode. Keine Partei in Deutschland hat Konzepte und kompetente Leute, mit denen sie Deutschlands Interessen in der Geld-, Währungs- und Finanzpolitik durchsetzen könnte: Merkel will nicht, Schulz kann nicht, die FDP spricht mit gespaltener Zunge, die Grünen sind zu schwach, die AfD ist isoliert und die Linken sind noch nicht so weit.

„Priorität“ hat für die EU zunächst die Vollendung der Bankenunion, um die Eurozone „strukturell zu stärken“. Dieser Vollendung fehlt noch die gemeinsame Einlagensicherung, die weitere Gefahren für die deutschen Anleger bringt. Die gemeinsame Einlagensicherung wird zwar von den Sparkassen in Deutschland abgelehnt, verhindern können sie diese jedoch nicht. Schon gar nicht, wenn einige aus ihrem Verbund wegen der Zinspolitik unter Druck geraten werden.

Aus den einzelnen kritischen Faktoren wird sich eine neue und umfassende Finanzkrise entwickeln.

Die nächste Finanz- und Wirtschaftskrise wird verheerender sein als die von 2007. Viele Sparer und Anleger werden ihre Ersparnisse und ihr Vermögen verlieren. Armut, Pleiten und Massenarbeitslosigkeit werden das Bild Deutschlands prägen.

Gewinner werden diejenigen sein, die ihre Ersparnisse in Sachwerte angelegt haben und ihr Vermögen vor dem Zugriff der Behörden gesichert haben.

Ihr Experte für Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt

Wenn Kunden nicht mehr an Bargeld kommen

​Wenn Kunden nicht mehr an Bargeld kommen.  

-Um die Abschaffung des Bargeldes voranzutreiben ist jedes Mittel recht.

​Schweden ist Vorreiter für eine bargeldlose Gesellschaft. Hinterfragt man dieses Phänomen wird dies unter anderem mit den vielen brutalen Banküberfällen in Schweden in Verbindung gebracht. Um die Sicherheit der Bankangestellten zu gewähren, wurden in schwedischen Bankfilialen immer weniger Bargeld vorgehalten. Es wurden sukzessive die Bankautomaten abgeschafft. Auch Bankfilialen wurden geschlossen.

Da die schwedische Bevölkerung sehr offen für Neues ist, wurde dieser Schritt begrüßt. Ein Leben ohne Bargeld ist für die Schweden schon fast normal geworden. Selbst in den Kirchen wird mittlerweile die Kollekte mit Kreditkarte bezahlt.

Dass die Schweden dadurch gläsern geworden sind stört sie nicht weiter. Es werden ja auch ihre Gehälter öffentlich gestellt. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Schweden in den letzten 200 Jahren ein viel gesunderes Verhältnis zu ihrer Regierung hatte, wie etwa die Deutschen.

Jetzt werden auch in Deutschland die oben erwähnten Schritte immer deutlicher. So beklagte jüngst das Bundeskartellamt den Abbau von Bankfilialen und Geldautomaten.

„Die Versorgung mit Bargeld ist für den Verbraucher schon heute mitunter schwierig, weil immer mehr Bankfilialen, Servicecenter und Geldautomaten geschlossen oder abgebaut werden“, schreiben die Wettbewerbshüter in einem aktuellen Fallbericht.

Zwar begrüßen Bundesbank und Finanzaufsicht BaFin diesen Schritt, damit Banken und Sparkassen kostendeckender arbeiten können. Doch ist dieser Abbau gravierender als der Bankenverband zugibt.

Der Angriff auf unser Bargeld hat längst begonnen. Hinter all den Botschaften, wie „ Ohne Bargeld würde die Schattenwirtschaft und der Terrorismus eingedämmt „ steht nur eine Botschaft im Vordergrund:

Ohne Bargeld wäre der Bürger  den Macht- und Kontrollfantasien des Staates vollkommen ausgeliefert. Wer bar zahlt, bewahrt sich die Privatsphäre, oder anders ausgedrückt „ Geld ist geprägte Freiheit“.

Wissenschaftler wie der US-Ökonom Kenneth Rogoff argumentieren zudem offen, dass die Notenbanken ohne Bargeld schlagkräftiger würden – weil die Bürger möglichen Negativzinsen nicht mehr durch Geldhortung ausweichen könnten.

Der Weg hin zum gläsernen und überwachtem Bürger nimmt immer deutlichere Züge an.

Uwe Hammerschmidt

P.S.

Sie wollen wissen was Sie dagegen tun können, dann kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns aus Sie

Die Angst der Staaten vor Digitalen Währungen

​Die Angst der Staaten vor Digitalen Währungen

 -​Was die Regierung an der Blockchain stört!

Das Vertrauen der Menschen in die globalen Finanzsysteme sinkt von Jahr zu Jahr. Sie suchen nach Alternativen. Deshalb wundert es nicht, dass digitale Währungen wie Bitcoin immer mehr Anhänger gewinnt.

Unsere gängigen Zahlungsmittel werden von einer zentralen Instanz – in der Regel einer Staatsbank – in den Umlauf gebracht und beliebig vervielfältigt. Hier besitzt ein zentrales Organ die Kontrolle.

Anders bei digitalen Währungen, auch Kryptowährungen genannt.

Kryptowährungen werden dezentral aufgebaut. Sie beruhen auf Netzwerken, in denen alle Informationen untereinander getauscht und jede Transaktion gespeichert und öffentlich verbreitet wird.

Kryptowährungen haben dadurch einen entscheidenden Vorteil: Die Kontrolle liegt nicht bei einem Finanzinstitut, sondern bei einer weltweiten Gemeinschaft – den Nutzern der digitalen Währung.

Dadurch haben die Staaten keinerlei Kontrolle über digitale Währungen. Bitcoin werden mittlerweile an verschiedenen Börsen gehandelt.

Und genau das ist den Regierungen ein Dorn im Auge.

Bestes Beispiel ist China. Nachdem BTC China, ein Handelsplatz für Bitcoin, vor ein paar Tagen das Aus für den Bitcoin- Handel bekanntgegeben hat, verkündete jetzt die Börse ViaBTC ihr Aus zum Monatsende und schickte kurzzeitig die Kurse in den Keller.

Die chinesischen Behörden hatten zuvor Börsengänge von Cyber – Währungen verboten und eine Warnung für digitale Währungen herausgegeben. Vor einige Tagen hatte auch der Chef der US-Großbank JPMorgan Chase, Jamie Dimon, Cyber-Währungen scharf kritisiert. Er bezeichnete Bitcoin als Betrug. Auch der österreichische Notenbankchef Ewald Nowotny warnte vor einigen Wochen vor den Gefahren. Ein Verbot sei allerdings kein Thema.

Interessant dabei ist die Aussage von chinesischer Seite, dass nur „ staatenlose“ Kryptowährungen Gefahren bergen. Hingegen staatlich kontrollierte Kryptowährungen durchaus nützlich seien.

Kann es sein, dass Regierungen und Banken fürchten die Kontrolle über Ihre Bürger zu verlieren?

Bei solchen Aussagen liegt der Verdacht nahe.

Nachtigall ich hör dir trapsen

Uwe Hammerschmidt

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